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Neu ist das neue Normal

Neu ist das neue Normal

Wenn man heute, Ostern im Corona-Jahr, drei Wochen zurückblickt, denke ich an einen wilden Ameisenhaufen. Die Corona Krise kann man meines Erachtens mit einem Stoß in einen solchen, bis dato gut organisierten Haufen, vergleichen. Dann wetzen die Ameisen los und bringen erst mal ihre Eier in Sicherheit – ähnlich wie wir Unternehmen wird erst einmal gerettet, was zu retten ist.

Dann geht es an die Neustrukturierung und die Reparatur, in dieser Phase befinden wir uns grade. Der Angstgegner Corona ist zur Nervensäge mutiert, die man gerne loswerden möchte, ein bisschen wie die berühmte Scheisse am Schuh. Ich persönlich habe mir eine Nachrichtensperre auferlegt, mich nicht mehr mehrmals täglich über die vielen Neuinfektionen zu informieren oder zu lesen, wie schlecht es der Wirtschaft geht, das erfahren wir alle zu Genüge am eigenen Leib.

Mittlerweile ist hat etwas wie eine trügerische Normalität Einzug gehalten – wir haben uns mit den Umständen arrangiert.

 

Das Neu ist zum Normal geworden. Wir versuchen in unseren Unternehmen trotz Auftragseinbußen und Umsatzrückgängen, begleitet von Kurzarbeit, weiterzumachen wie bisher. Und inzwischen merkt man, es kommen wieder mehr E-Mails rein. Befreundete Druckereien drucken wieder. Lieblingsrestaurants liefern das Lieblingsgericht nach Hause. Der Einzelhandel organisiert sich lokal und baut Onlineshops auf. Solidarität wird groß geschrieben, Profit weicht dem Willen, heile durch diese blöde Zeit zu kommen. Auch ein Ameisenhaufen steht nie still.

Globalisierung scheint unwichtig geworden zu sein – Produkte aus dem Ausland wirken nahezu unerreichbar – sich lokal zu unterstützen ist angesagter denn je. Und es wird quer gedacht: überall schließen sich Menschen zusammen, kooperieren und entwickeln neue Konzepte – Deutschland mutiert zum Think-Tank.

So doof das alles ist – von vielem wünsche ich mir, dass man es beibehält, vor allem das solidarische Miteinander. Großer Gewinner der Corona Krise ist zweifelsohne die Digitalisierung. Selbst der letzte Zweifler arbeitet inzwischen aus dem Home-Office. Wobei ich vermute – auf Home-Office hat in den nächsten Jahren niemand mehr Lust. Wir leiden unter Kontaktmangel. Menschen sind nicht dafür gemacht, sich nur auf Distanz zu begegnen.

Und was  bringt die Zukunft? Die ist erst mal ungewiss. Vielleicht begleiten uns Distanzregelungen und Kontakteinschränkungen länger als uns lieb ist.

Aber wir können uns nicht ewig in unseren improvisierten Home-Offices verstecken. Vielleicht entsteht eine ganz neue Büro-, Vertriebs- und Arbeitskultur.

Es werden neue Prozesse benötigt – vielleicht weichen Großraumbüros kleinen Glasseparees, aber wir arbeiten wieder zusammen in einem Büro und können uns nicht mehr nur per Video austauschen. In Produktionen wird produziert – unter strengen Schutz- und Abstandsmaßnahmen, aber es geht voran. 

Und auch dann wird das neue Neu zum Normal werden.

Ihr Interesse ist geweckt? Gerne können wir uns mal auf einen Kaffee treffen. Einfach das Formular ausfüllen.

Wir behandeln personenbezogene Daten vertraulich. Wir legen keine Daten offen, verkaufen sie oder vermarkten diese anderweitig. Weitere Informationen haben wir in unserer Datenschutzerklärung hinterlegt. Die gesendeten Informationen dienen der einmaligen, direkten Kontaktaufnahme. 

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