Künstlersozialkasse kröger grafikdesign

Das KSK-Damoklesschwert. Fluch und Segen.

Immer wieder ein leidiges Thema ist die Abgabepflicht an die Künstlersozialkasse.

In Deutschland ist die Selbstständigkeit ein Fass ohne doppelten Boden. Laufen die Geschäfte schlecht, verliert man beispielsweise als Freiberuflicher Grafikdesigner Kunden, so landet man ohne Umschweife in Hartz4, Puffer sind bei den mir bekannten Freiberuflern meist wenige vorhanden. Die Möglichkeit zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung gibt es nur unter bestimmten Bedingungen.

Vorweg sei gesagt: Kunden, die mit freiberuflichen Künstlern und Publizisten zusammenarbeiten, sind bei bei der KSK abgabeverpflichtet. 2019 beträgt der Abgabesatz 4,2% des Nettobetrages, den man mit Freischaffenden gemacht hat. Rechenbesispiel: auf einen Netto-Umsatz von 15.000 € müssen zur Zeit Abgaben von 630 € an die KSK geleistet werden. Diese Beträge sollte Ihr Steuerberater einmal jährlich melden. Ignoriert man dies, kann es sein, dass sich Besuch vom Rentenprüfer ankündigt – ausstehende Beträge können bis zu fünf Jahre zurückgefordert werden – je nach Auftragsvolumen eine schöne Stange Geld.

Und hier kommt die Zwickmühle. Für den Freiberufler im Grunde die einzige Möglichkeit finanzielle Engpässe zumindest ein wenig abzufangen, ist die KSK-Abgabe oftmals Grund genug einen großen Bogen um Freiberufler zu machen. Geholfen ist damit eigentlich niemandem. Agenturen sind in der Regel um einiges teurer, aber nicht zwingend besser aufgestellt – und auch diese müssen KSK-Abgaben für freie Mitarbeiter entrichten und natürlich wieder einspielen. Einen eigenen Grafiker anstellen – ebenfalls nicht unbedingt lukrativer.

Die Lösung liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen. Freiberufler sind in der Regel auf jeden Auftrag / neuen Kunden angewiesen und sind bereit Kompromisse einzugehen. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man über Skonto-Lösungen dem Kunden entgegenkommen kann und so die KSK-Last minimieren, aufteilen oder eliminieren kann.

Um böse Überraschungen in Form einer Prüfung nach vielen Jahren der Zusammenarbeit zu vermeiden, sprechen Sie Ihren Steuerberater auf die KSK-Meldepflicht an.

Auf eine Gute Zusammenarbeit!

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